Wir sind ein festgeschlossner Bund
für hellen Liederklang.
Und aus des Herzens tiefem Grund
ertönet unser Sang.
Wir singen nicht um Gut und Geld,
und nicht zu eitler Pracht,
nein, das was uns zusammenhält,
es ist der Töne Macht.
Wo etwas tief im Herzen glüht,
sei’s Freude oder Schmerz,
so drängt es sich heraus im Lied,
und tönet himmelwärts.
Und wie ein Bach in wilder Lust,
sein eigen Bett sich schafft,
so strömt durch jede Menschenbrust
der Töne Wunderkraft.
Ludwig Seeger (1827)