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Geschäftsbericht

01.01.2005 - 31.12.2005



Männergesangverein 1853 Süchteln-Vorst

Geschäftsbericht 01.01.2005 – 31.12.2005

 

Das herausragende Ereignis im Jahr 2005 war für unseren Chor der schon länger geplante Chorleiterwechsel. Der ungeplante Wechsel des Vereinslokals mit all seinen Auswirkungen war für uns ein weiteres herausragendes Ereignis, welches uns  Alle überraschte.

In diesem Bericht über das abgelaufene Jahr sind lediglich die mehr oder weni-ger „offiziellen“ Termine unseres Chores aufgelistet. Sie geben das Chorleben natürlich nur unvollständig wieder, da ein nicht unerheblicher Bestandteil eines funktionierenden Vereines im Zusammenhalt und in der Geselligkeit besteht.

 

Freitag, 07. Januar 2005                1. Probe im Neuen Jahr

Am ersten Freitag des neuen Jahres traf man sich zur gewohnten Probe. Zum Jahresbeginn gab es eine Runde unserer Vereinswirtin, und nach der Probe wurde es in der Gaststätte unseres Vereinslokals „Haus Eickes“ so richtig voll. Das Süchtelner Prinzenpaar mit großem Gefolge besuchte die Gaststätte und den MGV. Im allgemeinen Gedränge schafften wir es zwar, ein Bier auf das Wohl des Prinzenpaares zu trinken, nicht jedoch, ein Lied anzustimmen. Schade, aber es war einfach kein Platz, um sich einigermaßen stimmenmäßig aufzustellen.

 

Sonntag, 09. Januar 2005              Neujahrsempfang der SPD

Die Viersener SPD hatte zum traditionellen Neujahrsempfang an diesem Sonntag um 11.00 Uhr ins Süchtelner Weberhaus eingeladen. Hier nahm auch eine Delegation unseres Chores teil.

 

Freitag, 14. Januar 2005                Jahreshauptversammlung

Die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung unseres Chores im Ver-einslokal dauerte drei Stunden, in dessen Verlauf uns vom Verein und von verschiedenen Sängern insgesamt 9 Freigetränke serviert wurden. Alles Andere bezüglich der JHV ist dem entsprechenden Protokoll zu entnehmen.

 

Freitag, 21. Januar 2005                Probe

Entsprechend dem Beschluss der Jahreshauptversammlung wurde an diesem Freitag erstmals um 19.30 Uhr mit der Probe begonnen, und zwar etwa eine Stunde lang getrennt nach Bässen und Tenören, danach gemeinsam. Es war gleichzeitig - zumindest für die Tenöre, welche zuerst unter der Kirche probten - die erste Probe mit unserem zukünftigen Chorleiter Bernd Cuypers. 

 

Samstag, 05. Februar 2005            Kostümball

Gemeinsam mit der Süchteln-Vorster Karnevalsgesellschaft „Tüüt Pott“ veran-stalteten wir im Saal unseres Vereinslokals „Haus Eickes“ wieder den traditio-nellen Kostümball. Beginn war um 20.11 Uhr, der Saal war wieder prächtig karnevalistisch geschmückt, aber der Besuch der Narren war eher mäßig. Nur etwa 100 Besucher waren gekommen, entsprechend war auch die Stimmung nicht überschäumend, und das Prinzenpaar, welches mit Gefolge die Narren-schar besuchte, verabschiedete sich schon sehr rasch wieder.

 

Montag, 07. Februar 2005             Rosenmontag

Während in anderen Jahren von diesem Tag über den Karneval berichtet wird, war diesmal ein trauriger Anlass der Grund für die Erwähnung dieses Tages: An diesem Tag verstarb unser Sangesbruder Fritz Puller für uns plötzlich und uner-wartet im Alter von 78 Jahren. Er war Mitglied unseres Chores von 1946 bis zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 1953. Aus beruflichen Gründen musste er dann nach Düsseldorf umziehen und den Chor somit verlassen. Im Jahr 1978 trat er, inzwischen motorisiert, beim 125jährigen Jubiläum wieder in unseren MGV ein und kam über 25 Jahre lang regelmäßig von Düsseldorf aus zu den frei-täglichen Proben und zu den Veranstaltungen unseres Chores. Nach Ablauf des Jubiläumsjahres 2003 trat er in den „Ruhestand“ als Sänger aufgrund seines Alters und der großen Entfernung.

 

Freitag, 11. Februar 2005              Beisetzung

An diesem Tag hatten wir die traurige Pflicht, unseren Sangesbruder Fritz Puller zu Grabe zu tragen. Auf Wunsch der Angehörigen wurde auf eine musikalische Gestaltung der hl. Messe verzichtet. Trotzdem nahm aber natürlich eine größere Abordnung (11 Sänger) an der Messe um 08.15 Uhr in der St. Bruno-Kirche in Düsseldorf-Unterrath teil. Auch auf seinem letzten Weg auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof begleiteten wir ihn mit unserer Fahne bei strömendem Regen zu seiner letzten Ruhestätte.

Da bei der Messe nicht gesungen werden sollte, war auf eine sofortige tele-fonische Information aller Sänger über den Tod unseres Sangesbruders verzich-tet worden. Dadurch waren einige Mitglieder unseres Chores, welche gerne an der Beisetzung teilgenommen hätten, nicht informiert. Dies sorgte – zu Recht – für Verstimmung und soll in Zukunft nicht mehr passieren.

 

Freitag, 25. Februar 2005              Probe

Da unser Chorleiter Josef Töller an diesem Tag verhindert war, wurde er durch seinen Nachfolger Bernd Cuypers vertreten, welcher hiermit erstmalig eine Gesamtprobe unseres Chores leitete. Ein „historischer Termin“, welcher zwar nicht der Beginn einer neuen Ära war, aber doch schon erahnen ließ, wie die Probenarbeit nach dem offiziellen Wechsel sein würde.

 

Freitag, 25. Februar 2005              8. MGV-Skat-Turnier, Vorrunde

Nach der Probe gegen 21.15 Uhr wurde zum mittlerweile achten Mal ein Skat-turnier entsprechend der Regeln des Deutschen Skatverbandes veranstaltet. 11 Sänger und ein Gast spielten an vier Dreiertischen jeweils 36 Spiele, und vertag-ten sich gegen Mitternacht auf den nächsten Freitag.

 

Freitag, 03.März 2005                  8. MGV-Skat-Turnier, Endrunde

Wieder nach der Probe gegen 21.15 Uhr wurde das Skatturnier mit der End-runde fortgesetzt. Entsprechend der Vorrundenplatzierung wurden die Tische gesetzt, und zu mitternächtlicher Stunde stand mit Helmut van Hoof der sou-veräne Turniersieger mit der Rekord-Punktzahl von 3.049 fest.

 

Samstag, 12. März 2006                 Kreissängertag

Die jährliche Hauptversammlung des Grenzlandsängerkreises, der Kreissänger-tag, fand an diesem Samstag im „Haus für betagte Bürger“ in Mönchengladbach statt. Die Beteiligung war, wie auch in den letzten Jahren, schlecht. Kaum die Hälfte der Chöre des GSK war anwesend. Zusätzlich zum normalen Geschäft wollte eine Firma ein Projekt „Chorreise zur Mandelblüte nach Mallorca“ vor-stellen, wo ein Projektchor aus allen Chören des GSK eine Konzertreise unter-nehmen sollte. Die Präsentation durch das Unternehmen war so miserabel, dass bei den Chören jegliches Vertrauen in die Firma verloren ging und keinerlei Interesse an dem Projekt mehr bestand. Eventuell soll in späteren Jahren ein erneuter Anlauf des GSK unternommen werden.

 

Freitag, 01. April 2005                   Eiertipp

Traditionell am Freitag nach Ostern veranstaltet der MGV seinen Eiertipp. Etwa 40 Sänger trafen sich nach der Probe in der Gaststätte „Bontenackel“, jeder Sänger erhielt drei bunte Eier und dann hieß es „auf in den Kampf“. Die zerbro-chenen Eier wurden verzehrt, und im familieninternen Finale gewann Winfried van Hoof  den Titel des Eiertipp-Königs. Der Siegerpreis, eine Flasche eines hochprozentigen Getränkes, wurde als Verdauungshilfe nach dem Genuss der Eier sofort geöffnet und überstand den Abend, wie üblich, nicht.

 

Samstag, 16. April 2005                 Konzert

Mit diesem Frühjahrskonzert verabschiedeten wir unseren Chorleiter Josef Töl-ler. Es sollte ein Geschenk des Chores an unseren scheidenden Dirigenten sein, und gleichzeitig dokumentieren, wie sich die Leistungsfähigkeit unseres Chores unter seiner musikalischen Leitung entwickelt hat. Dem Anlass entsprechend war das Liedgut ausgewählt, anspruchsvoll und ansprechend. Wir sangen „Im Abendrot“ von Franz Schubert, den „Nachtgesang im Walde“, ein Musikstück für vierstimmigen Männerchor und Hornquartett, ebenfalls von Franz Schubert, den „Chor der Landleute“ aus „Die verkaufte Braut“ von Smetana, den „Unga-rischen Tanz Nr. 5“ von Brahms und „Freunde, lasst uns singen“ von Otto Groll. Unter der Leitung unseres neuen Chorleiters sangen wir das „Trinklied“ von Guiseppe Verdi aus „La Traviata“.

Auch die Zahl der Mitwirkenden bei diesem Konzert war beeindruckend. Das von mehreren Weihnachtskonzerten unseres Chores bekannte „ensemble con brio“ unter der Leitung von Frau Susanne Gartz wirkte mit, wobei die 10 Strei-cher diesmal durch mehrere weitere Instrumente (Querflöten, Klarinette, Trom-pete, Pauke) verstärkt wurden. Ferner wirkte der Bariton Peter Cox aus Reuver mit, sowie ein ebenfalls aus den Niederlanden stammendes Hornquartett unter der Leitung von Manni Beckers, einem Dozenten der Venloer Musikschule.

Der Saal unseres Vereinslokals „Haus Eickes“ war frühlingshaft mit Blumen geschmückt, der Eintritt betrug 8,- €, und vor fast ausverkauftem Saal begann um 19.30 Uhr das Konzert. Unser Vorsitzender Dieter Heyer dankte in seiner Ansprache dem scheidenden Chorleiter Josef Töller für sein Engagement in unserem Chor und erinnerte nochmals an die schwierige Situation, in welcher Josef Töller sich spontan bereiterklärte, die Leitung unseres MGV zu über-nehmen und das in musikalischer Hinsicht „schwankende Schiff“ wieder „flott zu machen“. Auch der Grenzlandsängerkreis, vertreten durch den Vorsitzenden Heinz Küppers und die Geschäftsführerin Jutta Schaaf, dankten Josef Töller für sein Engagement und überreichten ihm ein Präsent des GSK. Heinz Küppers betonte besonders, dass unser Chor sich in der eher seltenen Situation befindet, wo der Übergang auf den neuen Chorleiter in vollkommener Harmonie verläuft. In bewegten Worten dankte Josef Töller dem Publikum für die Aufmerksamkeit während des Konzertes und für die Treue vieler Besucher zum MGV. Er betonte, dass es ihm nicht leicht falle, die musikalische Leitung unseres Chores, der ihm in der dreieinhalbjährigen Zeit seines Schaffens bei uns so ans Herz ge-wachsen sei, aufzugeben, aber er wisse uns bei seinem Nachfolger Bernd Cuypers in besten Händen. Des Weiteren betonte er, dass er froh sei, so viele Freunde bei der gemeinsamen chorischen Arbeit gewonnen zu haben. Nach der symbolischen Übergabe des Taktstockes übernahm der neue Chorleiter Bernd Cuypers das Dirigat des letzten Vortrages unseres Frühjahrskonzertes. Bei der geforderten Zugabe ergriff Josef Töller nochmals den Taktstock, und nicht enden wollender Applaus des Publikums und der Sänger dankten für das überaus gelungene Konzert und unserem scheidenden Chorleiter für sein Wirken im MGV.

Zusätzlich zum Programm erschien aus Anlass des Konzertes eine Ausgabe der „MGV-NEWS“, des Informationsheftes des MGV, in welchem Informationen über die Mitwirkenden gegeben wurden und die Liedtexte abgedruckt waren.

Die örtliche Presse berichtete ausführlich über das Konzert und die Übergabe des Taktstockes.

 

Sonntag, 24. April 2005                  Gemeinschaftskonzert

Alle zwei Jahre veranstalten die Süchtelner Chöre ein Gemeinschaftskonzert im Saal des Josefshauses in Süchteln. Aus Anlass des 125jährigen Jubiläums des MGV Eintracht 1880 Sittard fand dieses Gemeinschaftskonzert als Festkonzert zum Jubiläum statt. Neben unserem Chor wirkten der Sittarder MGV von 1880, Concordia Süchteln sowie die Kirchenchöre aus Dornbusch, von St. Franziskus und St. Clemens mit. Natürlich wurde unser Chor kritisch beobachtet, da es sich hierbei um den ersten Auftritt unter der Leitung unseres neuen Chorleiters Bernd Cuypers – nach nur zwei gemeinsamen Proben – handelte. Aber reichlicher Applaus dankte uns für unsere gelungenen Musikvorträge unter der neuen Lei-tung. Wir sangen einige Lieder aus dem Programm unseres eigenen Frühjahrs-konzertes („Im Abendrot“ von Franz Schubert, den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Brahms und „Freunde lasst uns fröhlich singen“ von Otto Groll). Weiterhin den „Ungarischen Tanz Nr. 6“, ebenfalls von Brahms, und die „Landerkennung“ von Edvard Grieg.

Natürlich gratulierten wir dem Sittarder Chor zu seinem Jubiläum mit einer Notenspende und wünschten den Sängern mit ihrem Vorsitzenden Willi Winz ein erfolgreiches Jubiläumsjahr und alles Gute für die Zukunft.

 

Donnerstag, 05. Mai 2005    Vatertagstour

Kurz vor 10.00 Uhr traf man sich im Vereinslokal zur traditionellen Vatertags-Fahrradtour. Nach einem ersten Getränk schwangen sich knapp 30 Sänger und Gäste auf ihre frisch geputzten Gefährte und radelten auf ebener Strecke Rich-tung Grefrath. Erster Halt war der Flughafen Niershorst, wo im Biergarten der Gaststätte „Zum Flieger“ den kalten Getränken zugesprochen wurde, aber natür-lich auch erste Lieder erklangen. Das Wetter blieb den ganzen Tag optimal für eine Vatertagstour: bedeckter Himmel, trocken, windstill und nicht zu warm, man konnte sehr gut im Freien sitzen, ohne Schatten suchen zu müssen. Frisch gestärkt radelten wir weiter durch die Grasheide und vorbei am Kloster Marien-donk. Ein spezieller Wegweiser lenkte uns zu einer „Tankstelle“ am Niersufer, wo uns ein Imbiss und kalte Getränke erwarteten, eine gelungene und dankbar angenommene Überraschung. Nach kurzer Rast ging es weiter Richtung Wachtendonk, wo wir in der Gaststätte „Büskens“ zu Schnitzel mit Beilagen und natürlich weiteren Getränken erwartet wurden. Das Essen war reichlich und gut, an der Theke ging es schon teilweise „hoch her“, und nur zögerlich trennten sich die Sänger von diesem gastfreundlichen Ort. Draußen vor der Gaststätte wurden noch einige Lieder gesungen, bevor es dann endlich wieder hieß: Auf die Räder, und weiter geht’s! Man orientierte sich Richtung Heimat, und legte in Vinkrath in der Gaststätte „Zur Schleuderschule“ nochmals Rast ein. Über Hagenbroich sollte der Heimweg angetreten werden, aber auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses, wo gegrillt wurde und ein Bierpavillon zur Rast einlud,  konnten die meisten Radler nicht widerstehen und kehrten hier – teilweise für längere Zeit – ein. Der Heimweg verlief von hier aus ungeordnet, und in der Süchteln-Vorster Gastronomie waren dann nur noch vereinzelte Vatertags-Fahrer zu finden.

Alles in Allem eine sehr schöne, gelungene Vatertagstour, wobei insgesamt ca. 35 km geradelt wurde und keine größeren Pannen, Stürze usw. zu vermelden waren.

 

Mittwoch, 11. Mai bis Mittwoch, 18. Mai 2005                  USA-Reise

Dies war eigentlich kein Termin unseres Chores, sollte aber hier erwähnt wer-den, da es unseren MGV betrifft. Fünf Sänger unseres Chores (Hans-Josef und Markus Heines, Dieter Heyer, Karl-Heinz Feicks und Friedhelm Hemmers) so-wie unser Protektor Peter Bröckskes unternahmen zu diesem Termin eine ein-wöchige Reise in die USA, um das Ehepaar Marian und Fred Warner in Sarasota zu besuchen. Sie wurden hier auf das herzlichste als gute Freunde empfangen, durch die gesamte Familie betreut und hatten ein ausgiebiges Besichtigungs-, Besuchs- und Ess-und-Trink-Programm zu bewältigen. Sie nahmen als Gastge-schenk eine Reproduktion der alten MGV-Fahne, welche uns durch das Ehepaar Warner im Jubiläumsjahr 2003 aus Amerika zurück gebracht und geschenkt worden war, mit.

Im Jubiläumsjahr 2003 ist eine bemerkenswerte Freundschaft zwischen dem Ehepaar Warner und dem MGV entstanden, welche trotz der großen Entfernung nun schon mehrere Jahre besteht und an Herzlichkeit nichts eingebüßt hat.

 

Freitag, 10. Juni 2005           Ständchen

Unser (mittlerweile passiver)  Sangesbruder Kurt Nooten feierte an diesem Tag seinen 80. Geburtstag. Wir ließen die Probe ausfallen und gratulierten ihm im Garten seines Hauses auf der Andreasstraße mit einigen Liedvorträgen unter der Leitung unseres Chorleiters zu seinem Geburtstag. Wir waren zu einem Um-trunk eingeladen, welcher, bei Unmengen belegter Brötchen und einer reibungs-losen Getränkeversorgung, zu einem langen geselligen Abend mit vielen weite-ren Liedern wurde. In der Garten-Bar wurde bis tief in die Nacht hinein, gemeinsam mit dem Geburtstagskind, mit den unterschiedlichsten Instrumenten musiziert und in allen erdenklichen Tonlagen gesungen.

 

Sonntag, 26. Juni 2005                   Frühschoppen

Unser Sangesbruder Harald Thill hatte alle Sänger mit ihren Partnerinnen zu einem Frühschoppen (ab 11.00 Uhr) auf sein Anwesen im Tuppenend eingela-den. Angeblich ohne besonderen Grund, allerdings munkelte man von runden Geburtstagen, welche sowohl er wie auch seine Ehefrau hatten. Wie auch im-mer, bei kalten Getränken, verschiedenen Speisen, unter Anderem einer vegeta-rischen Linsensuppe, welche mit Zitrone gewürzt wurde, und vielen Liedern verbrachte die Sängerfamilie einige schöne und gesellige Stunden bei herr-lichem Sommerwetter. Viele waren mit dem Fahrrad angereist, aber manche dieser Fahrzeuge mussten, als gegen 17.00 Uhr allgemeiner Aufbruch war, aus Sicherheitsgründen stehen bleiben.

 

Freitag, 01. Juli 2005            Probe

An diesem Freitag fand die letzte Probe vor unserer, in diesem Jahr sehr langen, Sommerpause statt. Sie würde keine besondere Erwähnung verdienen, wäre es nicht unsere letzte Probe in unserem langjährigen Vereinslokal „Haus Eickes“ gewesen.   

 

Sonntag, 03. Juli 2005           musikalischer Frühschoppen

Bevor die Sommerpause wirklich begann, hatten wir noch einen Termin. Der MGV Dülken-Nord hatte uns zu seinem alljährlichen musikalischen Früh-schoppen für diesen Sonntag eingeladen. Auf dem Gelände der Dülkener Overbergschule trafen sich 6 Chöre und viele Gäste zu Gesang und Geselligkeit. Für Speisen und Getränke war gesorgt, und die Chöre boten ein abwechs-lungsreiches Programm. Wir waren mit etwa 30 Sängern angereist, und da unser Chorleiter sich schon im Urlaub befand, hatten wir unseren Ex-Chorleiter Josef Töller gebeten, das Dirigat zu übernehmen, was er auch gerne tat. Unsere Lied-vorträge kamen sehr gut an und wurden mit reichlich Beifall belohnt.

 

 

 

Juli – August 2005                 Sommerpause

Sechs Freitage hintereinander keine Probe, eine so lange Sommerpause hatten wir noch nie. Aber, „auch wenn keine Probe ist, Singen ist immer!“ Nach diesem Motto trafen sich die Sänger, die Lust und Zeit hatten, freitags mit ihren Fahrrädern. Mal wurde eine kleine Radtour mit Einkehr unternommen, mal fuhr man gar nicht erst los, sondern blieb sofort in Süchteln-Vorst, und verschiedene Sänger hatten auch zu sich nach Hause eingeladen, wo dann im Garten in ge-mütlicher Runde gesungen, geredet, gelacht und getrunken wurde. Den Spen-dern dieser Umtrunke an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank.

Aber auch Probleme mussten während der Sommerpause gelöst werden. Was schon längere Zeit als Gerücht zu hören war, stellte sich, nach Rücksprache mit der Familie Eickes, als bittere Wahrheit heraus. Unser Vereinslokal, welches zurzeit wegen Urlaub (so stand es in der Gaststätte zu lesen) geschlossen war, würde nicht wieder geöffnet werden. Damit war uns – von jetzt auf gleich und ohne jede Vorwarnung – unser Probenraum, unsere Aufführungsstätte für alle unsere Veranstaltungen und unsere jahrzehntelange Heimat abhanden gekom-men. Unser Chor hat bei der Familie Eickes immer ein offenes Ohr für unsere Belange, Wünsche und Probleme gefunden, wofür wir uns auch an dieser Stelle, besonders bei unserer langjährigen Vereinswirtin Käthe Eickes, nochmals herzlich bedanken. Umso unverständlicher war für uns die Tatsache, dass man uns so lange im Unklaren ließ und wir erst nach mehreren Nachfragen genauere Informationen erhielten.

Unverzügliches Handeln war gefordert. Notenschränke, Fahne und unser gesam-tes, im „Haus Eickes“ gelagertes Vereinseigentum wurde ausgeräumt und vor-übergehend in Räumen der Firma unseres Protektors Peter Bröckskes deponiert. Schon nach kurzer Zeit und vielen Gesprächen zeichnete sich eine Lösung für die Zukunft ab. Nach einem Gespräch mit Franz-Josef Heitzer sagte dieser uns spontan zu, uns den Probenraum, welchen wir aus früheren Jahren schon kann-ten (Renovierung „Haus Eickes“) auf Dauer zur Verfügung zu stellen und uns Sängern eine dauerhafte Bleibe zu bieten. Damit waren die dringendsten Proble-me gelöst, wir konnten in Süchteln-Vorst bleiben, hatten einen sehr gut geeig-neten Probenraum und auch eine Gastronomie, welche uns eine neue Heimat bieten konnte. Der Probenraum wurde noch während der Ferienzeit renoviert, und auch bezüglich unserer Veranstaltungen zeichneten sich Lösungen ab, worauf später in diesem Bericht eingegangen wird.

Inzwischen sind einige Monate vergangen, und es lässt sich festhalten, dass wir mit der „Reithalle Butschenhof“ auf der Franziskusstraße einen Glücksgriff getan haben. Der Probenraum, der mittlerweile wirklich, dank Bilder, alter Fahne usw. wie unser Vereinszimmer wirkt, ist für Proben und auch für viele Veranstaltungen ideal. Und auch in der Gaststätte wird uns stets das Gefühl vermittelt, willkommene, gern gesehene Gäste zu sein.

 

Freitag, 19. August 2005                Probe und Ständchen

Nach langer Sommerpause traf man sich an diesem Abend zu einer verkürzten Probe, erstmals in der „Reithalle Butschenhof“. Unser Vorsitzender Dieter Heyer erläuterte nochmals die Ereigniusse der letzten Wochen, unseren Chor betreffend, und dankte unserem neuen „Hausherren“ Franz-Josef Heitzer für seine unverzügliche Bereitschaft, unserem Chor eine neue Bleibe zu geben.

Nach kurzer Probe fuhren wir mit PKWs nach Lobberich zum Gelände des dortigen Ponyclubs. Hier fand ein mehrtägiges Turnier statt, allerdings waren wir angereist, um der Ehefrau unseres Protektors Peter Bröckskes, welche hier ihren Geburtstag feierte, mit einigen Liedern zu gratulieren. Nicht nur unser Protektor, sondern auch der Ponyclub dankte uns für unsere Liedvorträge, und bei einem kleinen Umtrunk verweilten wir noch einige Zeit.

 

Samstag, 20. August 2005              Grillfest

In früheren Jahren war bei der ersten Probe nach der Sommerpause nach kurzer Probe gegrillt worden. Der Wunsch war geäußert worden, zu diesem Grillen auch die Partnerinnen einzuladen, und so war die Idee entstanden, den Start nach der Sommerpause mit einem gemeinsamen Grillfest nicht am Freitag, sondern am ersten Samstag nach Probenbeginn zu veranstalten. Unsere Sangesbrüder Hans-Josef und Markus Heines hatten ihre Schreinerei mit Außenanlage im Kirspel zur Verfügung gestellt. Die Werkstatt war auf- und teilweise ausge-räumt, Tische und Bänke, Getränkepavillon und Grill standen bereit, und zahl-reiche Sänger erschienen mit ihren Partnerinnen. Bei wunderbarem Sommer-wetter wurde es ein langer Abend mit herrlicher Stimmung, Gesang und guter Laune. Salate und Grillgut (Danke an den „Grillmeister“) schmeckten, und ent-sprechend wurde ihnen zugesprochen, und auch die kalten Getränke wurden nicht verschmäht. Es wurde eine Umlage erhoben, so dass die Kosten weitge-hend gedeckt waren. Alle waren sich am Ende einig, diese Veranstaltung auch in den nächsten Jahren zu wiederholen. Es ist auch eine schöne Alternative zum in früheren Jahren veranstalteten Pfingstgrillen, welches irgendwann an Interesse verloren hatte.

 

Samstag, 03. September 2005                 Uwe Kambach verstorben

Für uns Sänger vollkommen überraschend – trotz seiner längeren Krankheit – verstarb an diesem Tag unser Sangesbruder Uwe Kambach im Alter von nur 57 Jahren. Uwe Kambach war 20 Jahre Mitglied unseres Chores. Die Beisetzung fand auf Wunsch der Familie in aller Stille und in engstem Kreise statt.

 

Samstag, 10. September 2005                 Oktoberfest

Unser Sangesbruder August Hummel, allen Sängern als „Nuppes“ bekannt, hatte die Sänger zu einem zünftigen Oktoberfest eingeladen. „Austragungsort“ dieses Festes war das Gelände unseres Sangesbruders Harald Thill im Tuppenend. Um 18.00 Uhr ging es los, alles war herbstlich und bayrisch in weiß-blau dekoriert, es gab verschiedene Sorten Original Oktoberfest-Bier, Grillwurst, Salate usw., und es wurde ein vergnügter Abend mit viel Musik und Gesang. Und wieder mussten zu vorgerückter Stunde einige Fahrräder aus Sicherheitsgründen stehen bleiben (Das Oktoberfest-Bier hat es aber auch ganz schön „in sich“!).

 

Freitag, 16. bis Sonntag, 18. September 2005           Ausflug

Es stand in diesem Jahr wieder ein mehrtägiger Ausflug in der Planung. Als Ziel wurde die Pfalz ausgewählt. Zielort hier war die alte Kaiserstadt Speyer. Wir fuhren wieder mit Rath-Reisen und hatten den gleichen Bus und auch den gleichen Fahrer (Carlo) wie bei unserer Prag-Fahrt vor zwei Jahren. Um 10.00 Uhr wurde an der Reithalle auf der Franziskusstraße, nach einem Imbiss und einem ersten Getränk, gestartet. An der Villa Ling stiegen die letzten Sänger zu, und dann ging es mit 39 Sängern und 5 Gästen auf die Autobahn A61 Richtung Süden. Bis Speyer waren es, immer auf der A 61, ca. 300 km, und so wurde in der Mittagszeit eine etwa halbstündige Pause eingelegt, um eine Kleinigkeit zu essen. So konnte auch der buseigene Kühlschrank, welcher mittlerweile nur noch ein einsames Wasser enthielt, wieder aufgefüllt werden. Weiter ging es unserem Ziel entgegen, und gegen 14.00 Uhr erreichten wir unser InterCityHotel in zentraler Lage von Speyer. Nachdem alle Zimmerschlüssel mühsam verteilt waren, konnten die Zimmer bezogen werden. Die Räumlichkeiten waren recht ansprechend, und auch die Hotelbar lud zum Bleiben ein. Aber die Sänger ließen sich trotz strömenden Regens nicht von einer ersten Erkundung der historischen Stadt Speyer abhalten, welche allerdings für die meisten „Entdecker“ sehr schnell in der Domhof-Brauerei, schräg gegenüber vom Dom, endete. Das haus-gebraute Bier mundete allen, erste Lieder erklangen und es wurde für den Sonn-tag sofort ein Raum zum Frühschoppen und Mittagessen gebucht. Um 18.00 Uhr stiegen dann am Hotel wieder alle in den Bus, welcher uns ins etwa 30 km ent-fernte Bad Dürkheim bringen sollte, zum „Dürkheimer Wurstmarkt“, dem größten Weinfest der Welt. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört, und nach etwa 40minütiger Fahrt erreichten wir das Festgelände in der Nähe der Salinen und des Dürkheimer Fasses. Im Mercure-Hotel, direkt am Wurstmarkt gelegen, kehrten wir zum Abendessen ein. Hier war für uns ein „Pfälzer Spezialitäten Buffet“ bestellt, welches hauptsächlich aus Salaten und kalten Vorspeisen sowie Schupfnudeln und dem berühmten „Pfälzer Saumagen“ bestand. Viele fanden’s sehr lecker, manche aber auch nicht; die Geschmäcker sind halt verschieden, aber probiert haben musste man es. Anschließend ging es gestärkt zum Wurst-markt. Eine riesige Kirmes mit atemberaubenden Fahrgeschäften, welche von einigen Mutigen auch ausprobiert wurden, vielen „Fressbuden“, teilweise mit Pfälzer Spezialitäten (aber wir kamen ja gerade vom Essen) und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten zur Weinprobe. Spezialität der Pfalz sind bei den dortigen Weinfesten die Gläser mit immerhin einem halben Liter Inhalt. So konnte man nicht allzu viele Weine probieren. Der Wurstmarkt mit seinen zigtausenden von bunten Lichtern, den Gerüchen der verschiedenen Speisenangebote und den Ein-kehrmöglichkeiten bei den verschiedenen Winzern und Weingütern war einen Besuch wert, da waren sich zu mitternächtlicher Stunde, als es mit dem Bus wieder Richtung Speyer ging, alle Mitreisenden einig. In Speyer angekommen, beendete ein Teil der Sänger den ersten Tag der Reise, manche zogen aber auch noch in die Stadt, um hier mehr oder weniger intensiv einzukehren.

Am nächsten Morgen traf man sich so nach und nach zum Frühstück. Das Frühstück war gut und reichhaltig, wenn man einen Platz ergatterte, ein sauberes Gedeck fand, und gerade alles am Buffet vorhanden war. Wenn nicht, hatte man Probleme, der Platz war knapp, und der Service extrem lahm. Über 20 Minuten Wartezeit für ein Ei, ob gekocht oder als Rührei, war hier anscheinend normal. Nach dem Frühstück begaben wir uns zum Stadtzentrum, wo an diesem Wo-chenende ein großer Bauernmarkt stattfand. Nach einem ersten Eindruck trafen wir uns dann um 10.45 Uhr am Dom von Speyer, einem imposanten roma-nischen Bau aus dem Jahr 1061. Hier sangen wir unter der Leitung unseres Vize-Chorleiters Bernd Genzen einige Lieder („Heilig“, „Sancta Maria“ und „Am kühlenden Morgen“). Die Akustik in dieser Kirche war eindrucksvoll, wir sangen wirklich gut, und die Kathedrale füllte sich immer mehr, während wir unsere Lieder vortrugen. Dankbarer Applaus belohnte uns. Anschließend hatten wir eine Führung durch Dom und Krypta mit den alten Kaisergrabstätten. Die Führung war eigentlich sehr interessant, allerdings hatten wir etwas Pech mit unserem Führer. Er redete wie mit geistig behinderten Kindern, und hatte ein atemberaubendes Minenspiel, welches es schwer machte, ihn anzuschauen und ernst zu bleiben. Trotzdem haben wir viele interessante Tatsachen über den Dom und die Geschichte der Stadt Speyer erfahren. Gegen 12.00 Uhr fuhren wir dann mit unserem Bus zum Pfälzer Weinstraße. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir durch endlose Weinberge (wobei die „Berge“ eigentlich fast eben waren) und eine wunderschöne Landschaft. In Edenkoben fuhren wir Richtung Pfälzer Wald, wo wir im Forsthaus „Heldenstein“ einkehren wollten. Der Pfälzer Wald, ein beliebtes Wandergebiet, ist recht gut erschlossen, allerdings nicht für große Reisebusse. So brauchten wir für die Fahrt von 8 Kilometer durch den Wald et-was mehr als eine Stunde und unser Fahrer Carlo kam ganz schön ins Schwitzen und musste einige Ängste um seinen Bus ausstehen. Aber irgendwann erreichten wir dann doch, mit reichlich Verspätung, unser Ziel. Hier wurde uns eine schmackhafte deftige Erbsensuppe mit Einlage serviert, und die Getränkeversor-gung klappte auch ganz gut, wobei durch die in Wanderhütten übliche Selbstbe-dienung und die Gelassenheit der Bedienung hinter der Theke hier schon mal ein kleiner Stau entstand. Nach dem Essen setzte man sich nach draußen, teils we-gen des schönen sonnigen Wetters, teils wegen des Rauchverbots im Forsthaus. Nach einigen Liedern stiegen wir dann wieder in unseren Bus, und auf einer etwas einfacheren Strecke verließen wir den Pfälzer Wald und fuhren über Roth u.d.R. (das heißt: unter der Rietburg) und Edesheim durch die Weinhänge nach Speyer. Den verbleibenden Nachmittag verbrachte man auf dem Bauernmarkt und verkostete hier regionale Produkte, besichtigte die Stadt und kehrte zu einem kühlen Getränk ein. In einem Straßencafe in der Fußgängerzone saßen einige Sänger und als sie ein Lied anstimmten, kamen immer mehr unserer Sänger mehr oder weniger zufällig dazu und so vergrößerte sich der Chor, zum Staunen der Besucher des Bauernmarktes, immer mehr. Für den Abend war für uns ein Essen im „Pfälzer Weindorf“, einem saalartigen Vergnügungslokal, vor-bestellt. Gegen 20.00 Uhr trafen wir dort ein, und wir fühlten uns zurückversetzt in eine andere Zeit. Das Lokal mit seinen etwa Tausend Plätzen schien irgend-wie aus den 70er-Jahren übrig geblieben zu sein, die „Life-Band“ übrigens auch. Unser Essen, Geschnetzeltes mit Beilagen, sah ein bisschen wie Schonkost aus und schmeckte auch so ähnlich. Nur wenige Sänger blieben hier noch lange und schwangen das Tanzbein zur Life-Musik, der Großteil verzog sich bald und wur-de in verschiedenen Lokalitäten der Stadt gesehen.

Der Sonntag begann mit dem Frühstück, ähnlich wie am Vortag, allerdings kannte man jetzt schon die kleinen Misshelligkeiten und behielt das Buffet im Auge, um zu sehen, wann Nachschub kam. Dies war auch nötig, denn eine größere Reisegruppe aus Südamerika war anscheinend total ausgehungert und fiel immer wieder wie ein Heuschreckenschwarm über das Buffet her und hin-terließ nur leere Platten und Schüsseln – ein eindrucksvolles Schauspiel. Die Zimmer wurden geräumt und die Koffer verladen, und dann war Zeit für einen weiteren Bummel über den Bauernmarkt. Souvenirs in Form von Wein und Spirituosen wurden gekauft, Artischockenblüten als Mitbringsel für die daheim gebliebenen „besseren Hälften“, und dann traf sich die Sängerschar in der schon bekannten Domhof-Brauerei. Auf Grund des herrlichen Wetters saßen wir draußen im Biergarten, genossen die Sonne, das Bier und, wer wollte, ein def-tiges Essen. Es wurde auch, eher halbherzig, das eine oder andere Lied gesun-gen, aber die Strapazen der letzten Tage (der ungewohnte Weinkonsum usw.) zeigten doch Spuren, und so verlief der Frühschoppen eher ruhig. Einige Unent-wegte waren allerdings schon recht früh aufgestanden und hatten dem Technik-museum in Speyer einen Besuch abgestattet. Sie waren total begeistert und schilderten lebhaft die vielen beeindruckenden Ausstellungsstücke. Die Abfahrt in Speyer war für 14.30 Uhr geplant, aber wir hatten ja Zeit und bummelten so langsam Richtung Busparkplatz, wo unser Bus mit einem sehr ungeduldigen Fahrer auf uns wartete. Er hatte nämlich keine Zeit! Der Bus musste um 18.00 Uhr in Süchteln-Vorst sein, da er am nächsten Morgen eine Tour zu fahren hatte und seine Ruhezeit einhalten musste. Dies führte dazu, dass wir ohne Zwischen-stop heimwärts fuhren. Dies führte zu großem Unmut bei den meisten Sängern, da der Kühlschrank schon nach kurzer Zeit leer war und das im Bus bestehende Rauchverbot nicht zur guten Laune der Raucher beitrug. So erreichten wir zwar pünktlich, aber teilweise etwas missgelaunt, um 18.00 Uhr Süchteln-Vorst, wo unsere Fahrt in der Reithalle endete. Hier wurden wir willkommen geheißen und hatten Gelegenheit, in unserem Probenraum, der mit Tischen und Stühlen ver-sehen war, einzukehren, von unseren Erlebnissen zu erzählen und (endlich) etwas zu trinken.

Alle waren sich einig: Es war eine gelungene, erlebnisreiche und interessante Tour, schade nur, dass der Abschluss so hektisch verlief. Dies soll uns eine Lehre sein, bei den nächsten Ausflügen im Programm großzügigere Zeitvor-gaben zu machen.

 

Samstag, 15. Oktober 2005           Singen in der Orthopädie

Die Süchtelner Orthopädische Landesklinik veranstaltete an diesem Samstag einen „Tag der offenen Tür“ mit Informationen rund um die Klinik, Gesundheit, Leistungen, Service usw.. Im Festsaal der Orthopädie war eine Cafeteria des Fördervereins eingerichtet, wo gegen eine kleine Spende Suppe, Kaffee, Kuchen und kalte Getränke ausgegeben wurden. Hier sollte auch ein kleines Unterhal-tungsprogramm stattfinden. Wir waren gebeten worden, zu diesem Programm mit einigen Liedvorträgen beizutragen, was wir natürlich auch taten. Gegen 14.00 Uhr trugen wir, unter der Leitung unseres Chorleiters, ein paar Lieder im Festsaal vor, und da die Ehefrau einer unserer Sänger gerade stationär in der Orthopädie behandelt wurde, bekam sie auch noch ein spontanes Ständchen auf der Station, was auch die anderen Patienten dort erfreute.

 

Sonntag, 16. Oktober 2005            Messe in St. Franziskus

Die hl. Messe in der Süchteln-Vorster Pfarrkirche um 09.45 Uhr wurde gemein-sam von unserem Chor und dem Kirchenchor St. Franziskus mit einigen Liedern gestaltet.

 

Sonntag, 16. Oktober 2005            Morgenkonzert

Im Anschluss an diese hl. Messe fand unser mittlerweile schon traditionelles Morgenkonzert statt. Da uns der gewohnte Saalbau nicht mehr zur Verfügung steht, fand dieses Konzert in der Reithalle „Butschenhof“ statt. Dankenswerter-weise wurde die Halle schon am Vortag für den Reitbetrieb gesperrt, so dass die Vorbereitungen getroffen werden konnten. Die Halle war mit einer Bühne verse-hen, den Boden war knochenhart verdichtet, Biertischgarnituren und ein Geträn-kepavillon waren aufgebaut, und mit Strohballen, Kürbissen, Maiskolben usw. war herbstlich dekoriert worden. Trotzdem wirkte alles in der Halle etwas rusti-kal, was dem Erfolg der Veranstaltung allerdings keinerlei Abbruch tat. Bei diesem Morgenkonzert in Form eines musikalischen Frühschoppens boten die acht teilnehmenden Chöre ein etwa dreistündiges, abwechslungsreiches Pro-gramm. Teilnehmende Chöre waren der MGV Eintracht 1880 Sittard, der MGV Cäcilia Wankum, der Werk-Chor der Firma Bosch aus Viersen, die Sänger-vereinigung Oedt, der Shanty-Chor aus Neuss, Concordia Süchteln und der Kir-chenchor St. Franziskus und natürlich unser Chor. Handelte es sich bei den meisten Chören um „Alte Bekannte“, so war mit dem Neusser Shanty-Chor erst-malig ein Chor einer vollkommen anderen Musikrichtung zugegen. Mit ihren Gesängen aus der Seefahrt boten sie eine ganz andere Art von Chormusik, die – allein schon auf Grund ihrer eingängigen Melodien – beim Publikum sehr gut ankam. Aber auch die Vorträge der anderen Chöre wurden mit viel Beifall be-dacht. Trotz der vielen Menschen in der Halle war die Aufmerksamkeit der Zu-hörer bis zum Schluss weitgehend da. Und beim traditionellen stimmgewaltigen Schlusschor mit Sängern aller teilnehmenden Chöre, wieder unter der Leitung des Chorleiters aus Wankum, „bebte die Halle“.  Da auch für das leibliche Wohl in Form von Speisen und Getränken bestens gesorgt war, bestand kein Grund, vorschnell die Halle zu verlassen, und so blieb auch bis zum späten Nachmittag ein Großteil der Gäste und Sänger. Auch zu vorgerückter Nachmittagsstunde erklangen noch Lieder, und im Laufe des Spätnachmittags konnte noch einem interessierten Besucher so viel Freude am Singen und der Geselligkeit im MGV vermittelt werden, dass er zu nächsten Probe erschien und mittlerweile Mitglied unseres Chores ist. Obwohl schon sehr viele Tische und Bänke aufgestellt wa-ren, fanden längst nicht alle Sänger und Gäste einen Sitzplatz, und auch beim Verkauf der Getränkemarken gab es anfangs Warteschlangen. Aber trotz dieser kleinen Unzulänglichkeiten war dieser musikalische Frühschoppen ein voller Erfolg. Wer hätte das im Sommer, nach dem plötzlichen „Aus“ von „Haus Eickes“, gedacht. Der Eintritt zu diesem Frühschoppen war, wie auch schon in den Vorjahren, wieder frei.

Eine besondere Überraschung war das plötzliche Auftauchen unseres Sanges-bruders Daniel Ingmanns zu Beginn des Frühschoppens. Er war Ende Oktober 2004 zu einem einjährigen Aufenthalt nach Australien aufgebrochen und hatte uns mit einem Reisetagebuch auf unserer Internet-Präsenz ständig über seine Erlebnisse informiert und den Kontakt zum Chor und zu den Sängern gehalten. Wir erwarteten ihn erst im November zurück, aber in aller Heimlichkeit war er früher heimgekommen, um uns zu überraschen, was ihm auch wirklich gelang.

 

Freitag, 28. Oktober 2005              Jubilarehrung

Der „Deutsche Sängerbund“ (DSB), welchem unser Chor seit vielen Jahrzehnten angehört, ist im Juni 2005 mit den „Deutschen Allgemeinen Sängerbund“ (DASB) zum neuen „Deutschen Chorverband“ (DCV) fusioniert. Entsprechend werden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vom neuen Verband durch-geführt, in der Ausführung selbst hat sich nichts geändert. Die Ehrungen finden als zentrale Veranstaltungen durch den jeweiligen Sängerkreis statt. Unser Grenzlandsängerkreis hatte für diesen Tag um 18.00 Uhr nach Mönchenglad-bach ins Haus für betagte Bürger geladen, wo unser Sangesbruder Hans-Willi Rheinfelder für 50jährige Gesangstätigkeit im Chor geehrt werden sollte. Unser 1. Vorsitzender Dieter Heyer und unser 2. Vorsitzender Axel Büch fuhren ge-meinsam mit unserem Jubilar zu diesem Festakt. Hier wurde ihm im Rahmen einer kleinen Feier Ehrennadel und Ehrenausweis verliehen. Bei unserer freitäg-lichen Probe, zu welcher der Jubilar noch erschien, konnten wir ihm schon ein-mal zu seinem Jubiläum gratulieren, die Ehrung durch unseren Chor erfolgt allerdings erst im Rahmen unseres Cäcilienfestes. 

 

Sonntag, 13. November 2005                   Volkstrauertag

An der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Süchtelner Wald-friedhof nahm die Fahnenabordnung unseres Chores, wie in jedem Jahr, teil.

 

Freitag, 18. November 2005           9. MGV-Preis-Skat-Turnier, Vorrunde

An diesem Freitag fiel die Probe aus, da unser Chorleiter verhindert war. Ent-sprechend begann das geplante Skat-Turnier schon um 20.00 Uhr. Die Tische standen in unserem Probenraum bereit, und eigentlich hätte begonnen werden können. Der Wirt hatte im Vorfeld auf Anfrage zugesichert, genügend Karten-spiele vorrätig zu haben. Aber, er hatte anscheinend Speisekarten oder Quar-tettspiele im Sinn gehabt, denn er hatte kein einziges Skatblatt im Haus, und wusste auch nicht, was Skat denn überhaupt für ein Spiel sei. Zum Glück hatte die - in diesem Fall zu Recht - misstrauische Turnierleitung Kartenspiele mitge-bracht, so dass dann nach kurzer Verzögerung begonnen werden konnte. 11 Sän-ger und ein Gast spielten wieder an 4 Tischen jeweils 36 Spiele, und dann wurde sich zur Endrunde auf die nächste Woche vertagt.

 

Freitag, 25. November 2005           9. MGV-Preis-Skat-Turnier, Endrunde

In der Gaststätte wurde ein 95. Geburtstag gefeiert, und so brachten wir dem Geburtstagskind vor der Probe noch rasch ein Ständchen. Die Akustik in der Gaststätte war sehr schlecht, aber unser Gesang auch. Wir wurden mit zwei Runden für unsere Darbietungen belohnt, hatten aber selber das Gefühl, diese Getränke nicht wirklich verdient zu haben. Nach der Probe begann die Endrunde unseres Skat-Turniers. Gegen Mitternacht stand mit Friedhelm Hemmers der Sieger dieses Turniers fest.

 

Samstag, 03. Dezember 2005                  Messe in St. Franziskus

Vor unserem Cäcilienessen gestalten wir traditionell eine hl. Messe in unserer Süchteln-Vorster Pfarrkirche St. Franziskus mit einigen Liedern. In dieser Mes-se für die Lebenden und Verstorbenen unseres MGV gedachten wir besonders unserer in diesem Jahr verstorbenen Sangesbrüder Fritz Puller und Uwe Kam-bach.

 

Samstag, 03. Dezember 2005                  Cäcilienessen

Im Anschluss an die Messe strömten die Sänger mit Partnerinnen zur Reithalle, wo unser Cäcilienessen zum ersten Mal stattfand. Die Gaststätte war für den normalen Betrieb geschlossen, eine kleine Bühne war in der Mitte des Raumes aufgebaut, und nach einiger Zeit hatte auch jeder einen Platz gefunden.

Unser Vorsitzender begrüßte die Sänger mit ihren Partnerinnen, unseren Chor-leiter Bernd Cuypers samt Gattin, die Witwen unserer verstorbenen Sänger Käthe Eickes, Anneliese Jansen, Gerda Milde, Lore Joeken, Katharina Mall-mann und Edith Winkels. Weiterhin freute er sich, einige Gäste bei uns be-grüßen zu können, nämlich unseren Protektor Peter Bröckskes, unseren ehema-ligen Chorleiter Josef Töller und unseren „Tonmeister“ bei allen Veranstal-tungen Heiner Blomenkemper, alle mit ihren Partnerinnen. Es gab das tradi-tionelle gebackene Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, als Alternative Schweinebraten. Das Essen wurde von der Metzgerei Maaßen geliefert, die Eis-beine waren klasse, der Braten etwas trocken. Der Braten hätte bestimmt besser gemundet, hätte man die zugehörige Soße sofort, und nicht erst am nächsten Morgen beim Aufräumen, entdeckt.

Nach dem Essen erfolgte der „offizielle Teil“. Der Chor stellte sich, etwas be-engt, auf und sang, unter der Leitung unseres Chorleiters, ein Lied. Hier konnten wir wiederum feststellen, dass die Gaststätte für alles Mögliche geeignet ist, aber nicht zum Singen. Die Akustik war einfach schrecklich, und unser Gesang hörte sich entsprechend an. In diesem Jahr stand, wie schon erwähnt, eine be-sondere Ehrung an. Unser Sangesbruder Hans-Willi Rheinfelder feierte sein 50jähriges Chorjubiläum. Unser Vorsitzender Dieter Heyer dankte ihm mit herz-lichen Worten für diese jahrzehntelange Treue zu unserem Chor und seine Zuverlässigkeit über ein halbes Jahrhundert hinweg. Er überreichte ihm zum Jubiläum als Geschenk des Vereines ein Bild mit einem Süchtelner Motiv. Der Jubilar Hans-Willi Rheinfelder bedankte sich für die Ehrung und betonte, auch weiterhin treu zum Verein zu stehen. Er überreichte dem Chor aus Anlass seines Jubiläums als Geschenk die Noten zu einem Musikwerk, welches beim Weih-nachtskonzert 2006 aufgeführt werden soll.

Ein mehrstündiges Programm unterhielt uns und ließ keine Langeweile auf-kommen. Wir hörten eine Geschichte über die Erlebnisse mit einem „Fisch zu Heiligabend“, konnten eine „Hausfrauenprüfung“ hautnah miterleben, bekamen einen „Bericht über einen Besuch in Aachen“, wo einem die Spiegel eingeschla-gen werden und man einen Schirm nur kaufen kann, wenn man vorher einen Stock besorgt, erlebten die „Bestellung einer Messe zur Goldhochzeit“ durch das schwerhörige Jubelpaar und eine denkwürdige Märchenaufführung, „der Froschkönig“ in einer sehr rustikalen Version. „Zwei müde Sänger“ unterhielten uns mit ihrem Liedvortrag, und eine große Verlosung fand auch noch statt. Bis gegen Mitternacht dauerte das Programm, und der Abend verging wie im Flug.

Die ungewohnte Räumlichkeit für unser Cäcilienessen hatte im Vorfeld etwas Sorgen gemacht, das die Gaststätte „La Stalla“ doch wesentlich kleiner ist als der Saal von „Haus Eickes“, wo unser Cäcilienessen bisher immer stattgefunden hatte. Aber, auch wenn es während des Essens teilweise etwas beengt war, es fand ansonsten jeder ausreichend Platz, man konnte alle Darbietungen auf der kleinen Bühne gut verfolgen und sich auch gut unterhalten. Ein weiterer Vorteil war, dass es keine zusätzliche Theke in einem anderen Raum gab (wie die Theke der Gaststätte in „Haus Eickes“), so dass endlich mal Alle im Raum blieben, und nicht Teile der Gesellschaft immer wieder unterwegs waren. Das auf Grund der räumlichen Verhältnisse keine Möglichkeit bestand, eine Tanzfläche einzurich-ten, wurde als nicht so schlimm betrachtet, manche waren sogar froh darüber.

Ein gelungenes Fest im Kreis der Sängerfamilie fand in den frühen Morgen-stunden so langsam sein Ende. Fazit: Das Restaurant „La Stalla“ ist sehr gut ge-eignet für Feste dieser Art und Größenordnung, so lange man nicht tanzen will und keine Ansprüche an die Akustik stellt.

 

Samstag, 10. Dezember 2005                  Adventkaffee, Nikolausfeier, Filmabend

Gleich drei Veranstaltungen wurden an diesem Nachmittag zu ein paar gemüt-lichen Stunden zusammengefasst. Der Probenraum war mit Tischen und Stühlen versehen und adventlich stimmungsvoll gedeckt. Für Kaffee und Kakao war durch Eigeninitiative gesorgt, verschiedene Obstkuchen, Sahne und frische Berliner standen bereit, und der Raum war fast bis auf den letzten Platz gefüllt mit zahlreichen Sängern mit ihren Familien. Nach gemütlichem Kaffeetrinken wurde ein Lied gesungen, und schon erschien der Nikolaus. Er rief die zehn an-wesenden Kinder zu sich und überreichte ihnen, nach einem kurzen Blick in sein goldenes Buch, jeweils eine prallgefüllte Leckertüte und einen Weckmann. Ge-dichte wurden ihm vorgetragen und mit einem weiteren Lied, am Klavier beglei-tet von einem der Kinder, verabschiedete sich der Heilige Mann bis zum nächs-ten Jahr. Alle warteten schon gespannt auf den Film, welchen unser Sangesbru-der Achim Paletzki vorführen wollte. Er hatte im gesamten Jubiläumsjahr 2003 bei allen Veranstaltungen Videoaufnahmen gemacht, und hieraus entstehen so nach und nach mehrere Filme. Stand im letzten Jahr ein Film über unsere Prag-Tour auf dem Programm, so sollte in diesem Jahr ein Film mit dem Untertitel „Take me home – Die Rückkehr unserer alten Fahne“ gezeigt werden. Etwas über eine Stunde dauerte der Film. In professioneller Art zusammengestellt und geschnitten, zeigte er einen Rückblick auf die Geschehnisse und Veranstaltun-gen rund um Festakt, Festkonzert, Fahnenweihe usw.. Obwohl erst zwei Jahre seither vergangen sind, handelte es sich schon um „historische“ Aufnahmen. Einige der Sänger, die im Film zu sehen sind, sind mittlerweile schon verstor-ben, und auch der „Saalbau Haus Eickes“ ist mittlerweile Geschichte. Reichlich Applaus dankte unserem Sangesbruder Achim Paletzki für die Erstellung dieser Dokumentation, und viele Wünsche wurden geäußert, eine Kopie dieses Filmes zu erhalten, was auch zugesagt wurde. Man darf auf den nächsten Film, dessen Vorführung für den Adventkaffee 2006 vorgesehen ist, gespannt sein.

 

Sonntag, 18. Dezember 2005                   Weihnachtskonzert

Mit unserem traditionellen „Festlichen Weihnachtskonzert“ verhielt es sich wie mit unseren vorherigen Veranstaltungen: wir mussten uns eine neue Räumlich-keit für dieses Konzert suchen. Natürlich war bei den Überlegungen der erste Gedanke die Süchteln-Vorster St. Franziskus-Pfarrkirche, welche hierfür den richtigen, würdigen und festlichen Rahmen abgeben würde. Dankenswerter-weise wurde uns, wie Herr Pfarrer Dückers in seinem Begrüßungswort zum Konzert sagte, hier „Herberge gewährt“. Es war unser erstes großes Konzert unter der Gesamtleitung unseres Chorleiters Bernd Cuypers. Neben unserem Chor wirkte das „ensemble con brio“ wieder mit, ferner der Tenorsolist Blazej Grek aus Dortmund, der Trompeter Helmut Artz aus Oedt, sowie Angela Töller, in diesem Jahr nicht nur mit Querflöte, sondern zeitweise auch an der Orgel. Auch unser Vorsitzender Dieter Heyer wirkte als Solist beim „Transeamus“ mit.

Vor dem Konzert hielten wir unsere Generalprobe ab, und in den Räumlichkei-ten unter der Kirche bestand nicht nur Gelegenheit, sich aufzuhalten, sondern auch die Möglichkeit, Kaffee, Wasser oder auch ein frisch gezapftes Bier zur Stärkung zu sich zu nehmen. In der Kirche waren zusätzlich zu den Bänken noch Stühle aufgestellt, und schon früh füllte sich der Zuhörerraum. Die Kasse war im Portal der Kirche aufgebaut, was durch die ständige Zugluft zu einer kräftigen weihnachtlichen Erkältung bei unserem 2. Kassierer Klaus Mallmann führte.

Als unser Chor pünktlich um 18.00 Uhr die Kirche betrat und sich auf den Stufen vor dem Altarraum aufstellte, war die Kirche bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Unser Vorsitzender begrüßte die Konzertbesucher, Vertreter der Stadt Viersen, unseren Protektor, die Geistlichkeit und unseren früheren Chorleiter Josef Töller herzlich und wünschte allen eine besinnliche Einstimmung auf das kommende Weihnachtsfest und dem Konzert an diesem ungewohnten Ort einen guten Verlauf. Als gegen 19.15 Uhr die obligatorischen Blumensträuße über-reicht wurden, dankte stürmischer und lang anhaltender Beifall für ein überaus gelungenes Weihnachtskonzert. Es war eine ganz andere Art von Weihnachts-konzert als in früheren Jahren. Die kirchliche Atmosphäre bildete einen fest-lichen Rahmen, und durch die Einbeziehung der mobilen Orgel entstand ein ganz anderes Klangerlebnis als mit dem gewohnten Klavier. Auch die sehr gute Akustik der Kirche trug zu einem harmonischen Klangerlebnis bei. Und da durch die Höhe des Raumes eine wesentlich bessere Luft war, als von früheren Aufführungen gewohnt, sang es sich leichter, und es war auch wesentlich weni-ger Husten und Räuspern aus dem Zuschauerraum zu vernehmen. Das Konzert endete dann nicht mit dem gemeinsamen Lied „Stille Nacht“, sondern mit „O du fröhliche“, von allen Mitwirkenden gemeinsam mit dem Publikum gesungen.

Unsere Freunde in USA, Marian und Fred Warner aus Sarasota, hatten zum Weihnachtskonzert wieder an uns gedacht. Sie hatten nicht nur Grüße und die besten Wünsche für das Konzert übermittelt, sondern auch ein prächtiges Blu-mengesteck, welches die Kirche schmückte.

Nach der Beendigung des Konzertes bestand noch für Mitwirkende und Besu-cher die Möglichkeit, bei einem erfrischenden Getränk in den Räumen unter der Kirche kurz zu verweilen.

Wegen Erkrankung mehrerer Sänger im 1. Tenor war diese Stimme zum Weih-nachtskonzert sehr schwach besetzt. Dankenswerterweise erklärte sich ein Sän-ger eines anderen Chores bereit, hier auszuhelfen und den 1. Tenor mit seiner Stimme zu verstärken.

Zu diesem Konzert erschien auch wieder ein Programmheft, welches mit vielen Beiträgen die Ereignisse des abgelaufenen Jahres beim MGV mit Wort und Bild wiedergab, und mit seinen Einnahmen durch die Werbung mit zur Finanzierung des Weihnachtskonzertes und auch anderer Veranstaltungen unseres Chores bei-trägt. Unter der Federführung unseres 2. Vorsitzenden entstand in diesem Jahr ein Heft mit 100 Seiten Umfang.

 

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Mit diesem festlichen Weihnachtskonzert als Höhepunkt endete für unseren Chor das Geschäftsjahr 2005. Ein ereignisreiches Jahr, nicht zuletzt durch den erzwungenen Wechsel des Vereinslokals. Was im Sommer so dramatisch zu sein schien, hat sich rückblickend doch zur allgemeinen Zufriedenheit entwik-kelt. Alle Veranstaltungen konnten in geeigneten Räumlichkeiten stattfinden, und mit unserem derzeitigen Proben- und Gesellschaftsraum können wir mehr als zufrieden sein. Und, was sehr wichtig ist, wir konnten mit allen Aktivitäten in unserer Sektion Süchteln-Vorst bleiben.

Zur Erklärung sei noch angemerkt, dass es sich bei den Bezeichnungen „Reit-halle Heitzer“, „Reithalle Butschenhof“ und „Restaurant La Stalla“ natürlich immer um die gleiche Örtlichkeit handelt.

An dieser Stelle gebührt ein Dank unseren beiden Chorleitern. Josef Töller führ-te uns musikalisch durch die letzten Jahre und verabschiedete sich mit einem tollen Abschiedskonzert. Wir haben ihm viel zu verdanken. Und sein Nachfolger Bernd Cuypers trat ohne größere Probleme seine Nachfolge an und schaffte einen nahezu „nahtlosen“ Übergang, wie der erste Auftritt unter seiner Leitung nach nur zweiwöchiger „Amtszeit“ zeigte.

Neben den hier aufgeführten Veranstaltungen wurden zahlreiche weitere Ter-mine und Verpflichtungen wahrgenommen. Auch wurden Konzerte befreundeter Chöre und Veranstaltungen befreundeter Vereine von Abordnungen unseres Chores besucht.

Es fanden im abgelaufenen Jahr insgesamt 10 Vorstandssitzungen in verschie-denen Süchtelner und Süchteln-Vorster Gaststätten statt, gleich viele wie im Vorjahr.

Vom vereinsinternen Mitteilungsblatt „MGV-NEWS“ erschienen im abgelaufe-nen Jahr 7 Ausgaben, gleich viele wie im Vorjahr.

Die Internet-Präsenz unseres Chores erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die von unserem Sangesbruder Heiko Haedicke betreute Seite ist im abgelau-fenen Jahr mehr als 15.000-mal angewählt worden und zeigt damit die Beliebt-heit dieses Mediums. Die aktuellen Informationen, die vielen Bilder unserer verschiedenen Veranstaltungen und, nicht zu vergessen, „Ingels“ umfangreiche Reiseberichte sorgten für ein nicht nachlassendes Interesse. Unter der Adresse www.mgv1853.de sind stets aktuelle Informationen abrufbar, kurzfristige Ter-minänderungen werden hier bekannt gegeben, und auch verschiedene Links sind installiert.

Bezüglich der alten Fahne ist mit der Paramentenstickerei des Klosters in Mari-endonk Rücksprache genommen worden. Der Stoff der Fahne ist, bedingt durch das Alter und die wechselvolle Geschichte, so morsch, dass er komplett erneuert werden müsste. Auch müssten Teile der Stickereien und Applikationen ausge-tauscht werden. Dies würde sehr teuer werden, und es wäre nachher eine neue Fahne, und nicht mehr unser altes „Erbstück“. So wurde beschlossen, von einer Restaurierung Abstand zu nehmen und sie als wertvolles Erinnerungsstück im Originalzustand in ihrem Rahmen zu belassen.

Der gemischte Chor „Concordia“ Süchteln hatte aus seiner Zeit als Männerchor noch einen größeren Bestand an Notenmaterial, welches ausgesondert werden sollte. Diese Noten wurden unserem Chor geschenkt, und nach einer Sichtung des umfangreichen Materials konnten wir viele Noten in unseren Bestand über-nehmen. Danke an dieser Stelle.

Die Chorstärke stieg von 51 auf 52 Sänger. Am 7. Februar 2005 verstarb unser passiver Sänger Fritz Puller, am 3. September 2005 verstarb unser Sangesbruder Uwe Kambach. Austritte waren keine zu verzeichnen. Zwei neue Mitglieder konnten wir in unserem Chor begrüßen, am 20. Mai 2005 trat Theo Peters unserem Chor bei, und am 15. November 2005 konnten wir Dr. Ulrich Beginen in unserer Sängerfamilie willkommen heißen. Bei dieser Zahl von 52 aktiven Sängern handelt es sich allerdings um einen eher theoretischen Wert. Aus ver-schiedenen Gründen (Wohnort, Krankheit, Beruf) ist es manchen Sängern nicht möglich, am regelmäßigen Probenbetrieb teilzunehmen.

Im abgelaufenen Jahr 2005 fanden insgesamt 39 Proben statt, 6 Proben weniger als im Vorjahr. 18 Proben fanden auf der Veranda bzw. im Saal von „Haus Eickes“ statt, 4 Proben waren, durch die Teilung der Stimmen, teils unter der Kirche, teils im „Haus Eickes“. 16-mal wurde im Probenraum der Reithalle ge-probt, und 1 Probe fand in der Kirche statt. 1 Probe fand am Sonntag statt, 5 Proben waren auf den Dienstag verlegt. Die Freitagsproben begannen um 19.30 Uhr, die Dienstagsproben um 20.00 Uhr.

An den 39 Proben nahmen insgesamt 1362 Sänger teil, das entspricht einer durchschnittlichen Probenbeteiligung von 34,92 Sängern und liegt damit um einen Sänger höher (2004: 33,91) als im Vorjahr. Bedingt durch Urlaub, Krank-heit usw. waren die Proben teilweise sehr unterschiedlich stark besucht. Viele Proben begannen mit Stimm- bzw. Einsingübungen.

      

Anlagen:               Anlage 1, Teilnehmerzahlen, Tag und Ort der Proben

Anlage 2, Probenteilnahme der einzelnen Sänger

 

Süchteln-Vorst, den 09.01.2006

 

 

 

Winfried van Hoof

 (Geschäftsführer)

 


 

 

 

 

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